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10-jährige Afghanin und ihr minderjähriger Bruder und Cousin seit 40 Drucken E-Mail
Monday, 05 May 2008
Athen, 2. Mai 2008 - Mitte März 2008 wurden in der Nähe der Grenze von Evros im Norden Griechenlands die minderjährigen Geschwister: Arezu Satari, 10 Jahre (von den griechischen Behörden falsch geführt als Arzo Setari, 15 Jahre) und Matin Satari, 15 Jahre (von den griechischen Behörden falsch geführt als Moumi Setari, 16 Jahre) und ihr Cousin Abdul Rahin, 15 Jahre (von den griechischen Behörden falsch geführt als 18 Jahre alt).

Nach 10 Tagen Haft in einem Gefängnis, das uns nicht namentlich bekannt ist, wurden sie zum Abschiebegefängnis FILAKIO in Orestiada gebracht. Dort wurden sie auch von einer Gruppe RechtsanwältInnen aus Athen und Thessaloniki gesehen, als sie letzte Woche das Gefängnis besuchten. In dem Gefängnis haben die Kinder, die ohne Übersetzter befragt wurden, in dem wenigen Englisch, was einer von ihnen kann, erzählt, dass ihr Bruder
und ihre Mutter in Deutschland leben und dass sie einen Onkel in Athen
haben. Die Polizeibeamten wollten den Namen und die Telefonnummer des Onkels haben und die Kinder sagten, dass er Mohamed Uzbek heisst. Bei einem Treffen am 1. Mai mit Mohamed Usbek in Athen mit einer Gruppe des Netzwerks der Solidarität mit Flüchtlingen und MigrantInnen in Athen erzählte uns der Onkel, dass er zum Gefängnis (circa 16 Stunden aus Athen) gefahren war, um die Kinder abzuholen, nachdem er mit den Minderjährigen telefoniert hatte. Polizeibeamte hatten den Kindern gesagt, wenn der Onkel kommt, könnten sie mitgehen. Als er ankam, verweigerten die Polizisten,  ihm die Kinder mitzugeben, und sagten er solle erst nach Athen zur Ausländerpolizei und ein Papier holen.  Usbek reiste zurück nach Athen und ging sofort zum Nationalen > Flüchtlingsrat von Griechenland und berichtete über den Fall der drei Minderjährigen im Gefängnis. Es wurde ihm gesagt, dass er zurückgerufen wird, was erst nach 15 Tagen geschah. Dann hat man ihm gesagt, er solle wieder nach Orestiada fahren und die Kinder abholen. Sie gaben ihm ein Papier und sagten, er solle sich erst bei der Polizeistation in Orestiadamit diesem Papier melden. In Orestiada bei der Polizei haben die Beamten telefonisch eine Rechtsanwältin angerufen. Sie bekam von den Polizisten das Papier vom Flüchtlingsrat, dessen Inhalt uns nicht bekannt ist. Sie sagte zum Onkel, er solle nach Athen fahren, sie werde sich wegen der Kinder direkt mit der Mutter in Deutschland in Verbindung setzen. Sie bestellte ihm sogar ein Taxi. Er sagte, dass er nicht zurückgehen will, ohne die Kinder und fuhr mit dem Taxi wieder zum Abschiebegefängnis FILAKIO und wollte die Kinder abholen. Die Polizisten sagten, er brauche ein Papier. Das hatte er aber der Anwältin gegeben. Sie sagten, dann müsse die Anwältin kommen. So ging er wieder ohne die Minderjährigen nach Athen. Die Kinder, darunter das 10-jährige Mädchen sind jetzt seit 40 Tagen in Haft! Wir wissen von den Verwandten in Deutschland, dass die Rechtsanwältin von keinem der Familienmitglieder beauftragt wurde. Sie hatte nach der Telefonnummer der Mutter Herrn Usbek gefragt, sie bekommen und ruft seitdem dort an und verlangt Geld, um die Kinder aus dem Gefängnis zu holen. Die Mutter und Geschwister der 10-jährigen und des Bruders leben mit Aufenthalt in Deutschland und auch der Bruder des Cousins lebt in Deutschland. Bis eine Familienzusammenführung stattfindet, können die Kinder ohne Probleme in der Obhut des Onkels in Athen bleiben. Diesen Bericht haben am 1.5.2008 bekommen: die Organisation SINIGOROS TOU PEDIOU in Athen und das Ministerium für Gesundheit in Athen, das zuständig für die  Unterbringung von Minderjährigen ist.
Marily Stroux und Giorgos Maniatis, Athen, Griechenland

 
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