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Das jüngste Opfer des in Deutschland geltenden gnadenlosen Rechts! Drucken E-Mail
Wednesday, 14 May 2008

FLÜCHTLING AUS BANGLADESCH BEGEHT SELBSTMORD IN DEUTSCHLAND!

PRESSEMITTEILUNG

Hamburg, 13.5.2008

Hamidur Rahman ist das jüngste Opfer des in Deutschland geltenden gnadenlosen Rechts.
Der 31-jährige Flüchtling Hamidur Rahman aus Bangladesch hat sich am 3. Mai in Idar Oberstein umgebracht.

 

Vor drei Jahren als Asylsuchender eingereist, bekam Hamidur allerdings keinen Flüchtlingsstatus zugestanden. Ohne Hoffnung, hier eine Zukunft zu finden, kehrte Hamidurs Ehefrau mit dem gemeinsamen Sohn in ihre heimat zurück. Hamidur Rahmans verzweifelter Versuch, quasi über den Landweg nach Canada weiterzuwandern, scheiterte buchstäblich im grönländischen Eis.

Die Selbstmordgefährdung des ausreisepflichtigen und in seiner Heimat verfolgten Mannes war bei den deutschen Behörden sehr wohl aktenkundig. Diverse Suizidversuche waren zuvor schon gescheitert und den zuständigen Stellen bekannt. Hamidur Rahman hatte über längere Zeit in einer der Gästewohnungen der Nordelbischen Kirche in Hamburg gewohnt. Aus ausländerrechtlichen Gründen musste er vor kurzem nach Rheinland-Pfalz ziehen! Dort nahm er sich nun das Leben. Auch die Härtefallkommission hatte der von der Ausländerbehörde betriebenen Abschiebung nichts entgegenzusetzen vermocht. Hamidur Rahman hinterlässt seine Ehefrau und seinen Sohn.
Die Arbeitsgemeinschaft Kirchliche Flüchtlingsarbeit Hamburg protestiert gegen die Behördenpraxis, selbst in Fällen von gutachterlich festgestellter Suizidgefährdung aufenthaltsbeendende Maßnahmen gegen Flüchtlinge durchzusetzen. Hamidur Rahman ist das jüngste Opfer des in Deutschland geltenden gnadenlosen Rechts.

 

gez. Martin Link

AG Kirchliche Flüchtlingsarbeit Hamburg

www.hamburgasyl.de

 

Anlage: Informationen über die Situation Hamidur Rahmans in Hamburg.

 

Mehr Informationen bei:

Brot & Rosen. Diakonische Basisgemeinschaft
Fabriciusstr. 56
22177 Hamburg
Fon +49-(0)40-69702085
Fax  +49-(0)40-69702086
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www.brot-und-rosen.de

 
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