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Köhler fordert Ausbau der zivilen Hilfe in Afghanistan Drucken E-Mail
Sunday, 25 May 2008
23. Mai 2008 - Auftakt der Parlamentarischen Versammlung in Berlin: Am ersten Tag des Nato-Treffens appellierte Bundespräsident Horst Köhler daran, die zivile Hilfe für Afghanistan auszubauen. An der Versammlung nehmen über 300 Abgeordnete aus 53 Ländern teil.

Berlin - "Es kommt darauf an, dass wir mehr als bisher militärische und zivile Instrumente zu einem ganzheitlichen Ansatz verbinden", sagte Bundespräsident Horst Köhler zum Auftakt der Parlamentarischen Versammlung in Berlin. Der Krieg in Afghanistan sei nicht ohne den Einsatz von Soldaten zu gewinnen. "Fest steht aber auch, dass wir unsere Ziele mit militärischen Mitteln allein nicht erreichen können."

Mehr als 300 Abgeordnete aus 53 Ländern tagen noch bis Dienstag kommende Woche in Berlin. Auf der Agenda stehen unter anderem die Zukunft des Kosovo, die Lage in Afghanistan, die Raketenabwehrpläne und Energiesicherheit.

Ein Schwerpunkt der Gespräche sind die Beziehungen des Verteidigungsbündnisses zu Russland. Köhler erklärte in seinem Redemanuskript für einen Empfang der Teilnehmer in Schloss Bellevue, die Zusammenarbeit mit Partnern außerhalb des Bündnisses, allen voran Russland, benötige "Substanz und Vertrauen". Dies verlange auch eine Stärkung der Kontrollsysteme für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung.

Übergeordnetes Ziel des Nato-Treffens ist es, die Kooperation in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik zu fördern und die transatlantische Solidarität zu stärken. Das Parlament tritt zwei Mal im Jahr zusammen und erarbeitet Empfehlungen für den Nordatlantikrat.

Nach Köhler wird am Montag Kanzlerin Angela Merkel im Rahmen eines Empfangs zu den Teilnehmern der PV sprechen. Am Dienstag findet eine Plenarsitzung im Bundestag statt, an der unter anderen Bundestagspräsident Norbert Lammert, Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, teilnehmen.

ssu/AP

 

 

 

 
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