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US-Truppen sollen pakistanische Soldaten getötet haben Drucken E-Mail
Wednesday, 18 June 2008
11.06.2008 - Nach Angaben der pakistanischen Regierung starben elf Soldaten bei einem US-Luftangriff. Der "feige und unprovozierte" Akt stelle die Zusammenarbeit der beiden Länder im Kampf gegen den Terror in Frage.

Die US-Streitkräfte in Afghanistan haben nach Angaben der Regierung in Islamabad elf pakistanische Soldaten getötet. Die Opfer seien bei einem Luftangriff am Dienstagabend im Grenzgebiet getötet worden.

Das pakistanische Militär sprach am Mittwoch von einem "feigen und unprovozierten Akt". Der Vorfall stelle die Zusammenarbeit der beiden Länder im Kampf gegen den Terror grundsätzlich in Frage.

Die Stammesregionen im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet sind weitgehend rechtlos und gelten als Hochburg radikalislamischer Extremisten und als Rückzugsraum für im Nachbarland aktive Taliban-Kämpfer und Al-Kaida-Terroristen. Über den genauen Hergang der Ereignisse gab es unterschiedliche Angaben, für Journalisten ist die Gegend nicht zugängig. Das US-Verteidigungsministerium nahm zunächst nicht Stellung. 

Nach pakistanischen Angaben versuchten afghanische Streitkräfte, auf pakistanischem Gebiet ein Lager zu errichten. Dann seien sie von Stammesführern und pakistanischen Soldaten angegriffen worden, woraufhin es Luftangriffe der US-geführten NATO-Truppen gegeben habe, hieß es.

Ein Sprecher der Taliban sagte hingegen, 60 bis 100 Kämpfer hätten afghanische und NATO-Truppen angegriffen, die auf pakistanisches Gebiet vorgedrungen seien. Offiziellen Berichten der Koalitionstruppen zufolge gab es am Dienstag Kämpfe zwischen afghanischen Streitkräften und den Taliban. Dabei seien acht Aufständische getötet worden.

 

(Ag./Red.)

 
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