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Lafontaine kritisiert Truppen-Ausweitung für Afghanistan scharf Drucken E-Mail
Tuesday, 24 June 2008
Berlin (AP) Nach der Ankündigung der Bundesregierung zur Anhebung der Obergrenze für die Afghanistan-Truppe befürchtet Linksfraktionschef Oskar Lafontaine, dass Deutschland sich «immer tiefer in den völkerrechtswidrigen Krieg» verstrickt. «Wider alle Vernunft und gegen den Rat von Experten setzt die Bundesregierung in Afghanistan auf weitere militärische Eskalation», erklärte Lafontaine. Stattdessen forderte er den Abzug der Bundeswehr vom Hindukusch. Quantitativ und qualitativ werde die deutsche Beteiligung am Krieg in Afghanistan, in dem bisher schon Tausende unschuldiger Zivilisten ermordet worden seien, immer weiter ausgedehnt. Damit werde nicht ein Problem in Afghanistan gelöst, sondern im Gegenteil die Lage weiter verschärft. «Indem die Bundesregierung die Spirale der Gewalt in Afghanistan vorantreibt und zunehmend auch Kampftruppen einsetzt, holt sie den Terror ins Land. Laut Plan von Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) soll die Obergrenze im neuen Mandat ab dem 13. Oktober von jetzt 3.500 auf 4.500 angehoben werden.
 
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