| Neun US-Soldaten bei Kämpfen im Osten Afghanistans getötet |
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| Montag, 14 Juli 2008 | |
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Kabul (AFP) 14.07.08 — Bei einem der verlustreichsten Einsätze der NATO-geführten Truppe seit ihrer Stationierung Ende 2001 in Afghanistan sind neun US-Soldaten getötet und weitere 15 verletzt worden. Sie wurden am Sonntag an einem entlegenen Außenposten in der Provinz Kunar im Nordosten des Landes angegriffen, wie ein westlicher Diplomat in Kabul mitteilte.
Nach Angaben der Internationalen Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) wurden bei den Kämpfen außerdem vier afghanische Soldaten verletzt. Es seien zudem dutzende Aufständische getötet worden. 400 bis 500 Aufständische griffen nach Angaben eines Vertreters des afghanischen Verteidigungsministeriums den Außenposten in der Nähe des Dorfes Wanat im Grenzgebiet zu Pakistan an. Unter ihnen waren demnach Taliban, El-Kaida-Mitglieder und Anhänger von Gulbuddin Hekmatjar, Chef des Islamisten-Netzwerkes Hisb-i-Islami, der gegen die afghanische Regierung kämpft. "Es war ein gut organisierter Angriff", sagte ISAF-Sprecher Mike Finney in Kabul. Die Militanten kamen demnach bis an die Mauern des Forts und konnten an einer Stelle sogar eindringen. Er könne jedoch nicht sagen, ob die US-Soldaten innerhalb oder außerhalb des Postens gestorben seien, sagte Finney. Die internationalen Truppen hätten hart kämpfen müssen, damit die Aufständischen den Posten nicht einnehmen konnten, sagte der ISAF-Sprecher weiter. Erst mit Luftangriffen durch Hubschrauber und Bodenkämpfen konnten die Angreifer zurückgedrängt werden. Deren Verluste seien im einem "hohen zweistelligen Bereich" gewesen. Laut Finney sollen 40 militante Kämpfer getötet und die gleiche Anzahl verletzt worden sein. Auf dem Außenposten hätten sich insgesamt 100 bis 150 afghanische und ISAF-Soldaten befunden. Bei einer Bombenexplosion im Süden Afghanistans starben am Sonntag zudem sechs afghanische Sicherheitskräfte, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Männer seien in einem Konvoi durch die Unruheprovinz Helmand gefahren, als der Sprengsatz hochging. Derzeit sind rund 70.000 ausländische Soldaten in Afghanistan stationiert. In diesem Jahr kamen bereits 133 ausländische Soldaten ums Leben. Die USA erwägen nun laut einem Bericht der "New York Times", ihre Streitkräfte in dem Land zu verstärken. Dazu könnten im Irak stationierte US-Brigaden abgezogen werden. |
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