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Karsai: Pakistan steckt hinter Anschlag auf indische Botschaft Drucken E-Mail
Monday, 14 July 2008
14. Juli 2008 - Kabul (Reuters) - Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat Pakistan erstmals offen für den Anschlag auf die indische Botschaft in Kabul in der vergangenen Woche verantwortlich gemacht.

Hinter der Tat steckten Pakistans Geheimdienste und Militär, sagte Karsai am Montag vor Journalisten. Ebenso trage das Nachbarland die Verantwortung für die Enthauptung zweier Afghanen in Pakistan im Juni, die Ermordung zweier Frauen in der Provinz Ghasni und einen Selbstmordanschlag in der Provinz Urusgan am Sonntag. Belege für die Anschuldigungen präsentierte der Präsident nicht.

Vertreter Afghanistans hatten zuvor zwar gesagt, der Anschlag auf die Botschaft trage die Handschrift eines ausländischen Geheimdienstes. Ein Land benannten sie aber nicht explizit. Die Tat war der schwerste Anschlag in Kabul seit dem Sturz der Taliban vor sieben Jahren. Dabei starben nach offiziellen Angaben 58 Menschen, zahlreiche weitere wurden verletzt.

Die afghanische Regierung wirft Pakistan seit längerer Zeit vor, die Taliban im Nachbarland aus strategischen Erwägungen heimlich zu unterstützen. Die Führung in Islambad bestreitet diese Vorhaltungen und bezeichnet sie als Versuch Afghanistans, vom eigenen Versagen bei der Bekämpfung der militanten Islamisten abzulenken.

 
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