| Erneut NATO-Soldaten in Afghanistan getötet |
|
|
| Friday, 22 August 2008 | |
|
21.08.08 Kabul/Paris (AFP) — Wenige Tage nach dem Angriff auf französische Soldaten sind in Afghanistan erneut NATO-Soldaten getötet worden. Unter den Opfern waren nach Armeeangaben drei polnische und drei kanadische Soldaten; die Nationalität des weiteren Soldaten wurde nicht bekannt.
Sie kamen demnach durch Anschläge oder Schusswechsel in drei verschiedenen Regionen des Landes ums Leben. Frankreich ehrte seine zehn Anfang der Woche in einem Hinterhalt getöteten Soldaten mit einer Trauerfeier in Paris. Die drei polnischen Soldaten fuhren in der zentralen Provinz Ghasni mit ihrem Auto über einen Sprengsatz, wie die polnische Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf das Militär meldete. Ein weiterer Soldat wurde demnach schwer verletzt. Ein Offizier sagte PAP, der Bombenanschlag habe sich etwa 20 Kilometer vom Stützpunkt der Soldaten entfernt ereignet. Die drei kanadischen Soldaten kamen nach Armee-Angaben durch einen ähnlichen Anschlag in der südlichen Provinz Kandahar ums Leben. Ein weiterer Soldat, dessen Nationalität nicht bekannt gegeben wurde, starb bei einem Schusswechsel im Westen des Landes. Ein weiterer ISAF-Soldat starb im Osten Afghanistans "außerhalb von Kampfhandlungen", wie das Militär mitteilte. Präsident Nicolas Sarkozy sagte bei der Trauerfeier am Invalidendom in Paris, es müssten nun "alle Lehren" aus dem Vorfall gezogen werden. "Heute ist für die französische Nation ein Trauertag", sagte Sarkozy. Diese hätten "Mut und Zähigkeit" im Kampf gegen Barbarei und Terrorismus bewiesen. Eine französische ISAF-Einheit war am Montag östlich der Hauptstadt Kabul angegriffen worden. Neun Soldaten starben bei Gefechten, ein weiterer im späteren Verlauf, als sich sein Panzerfahrzeug überschlug. 21 weitere Soldaten wurden verletzt. Der britische Premierminister Gordon Brown erklärte bei einem unangekündigten Besuch in Afghanistan, sein Land sei "zutiefst entschlossen", Afghanistan in seinem Kampf gegen die Taliban und auf seinem Weg zur Demokratie zu unterstützen. Zugleich kündigte er zusätzliche Entwicklungshilfen von umgerechnet rund 82 Millionen Euro an. |
| < zurück | weiter > |
|---|


