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Russland will Afghanistan-Kooperation mit Nato auf Eis legen Drucken E-Mail
Dienstag, 26 August 2008
MOSKAU, 26. August (RIA Novosti). Angesichts der zunehmenden Spannungen mit der Nato will Russland dem Nordatlantikpakt den Gütertransit über sein Gebiet nach Afghanistan verbieten.

Das berichtet die britische Zeitung "Times" am Dienstag mit Verweis auf den russischen Botschafter in Afghanistan, Samir Kabulow.

Der in diesem April abgeschlossene Vertrag über den Nato-Gütertransit nach Afghanistan sei hinfällig, nachdem Russland vorige Woche die militärische Zusammenarbeit mit der Nato ausgesetzt habe, wurde der Botschafter zitiert.

Kabulow schloss zudem nicht aus, dass Russland seinen Luftraum für Nato-Flugzeuge sperren sowie die Vereinbarungen über Nato-Stützpunkte in ehemaligen Sowjetrepubliken revidieren könne.

Die Beziehungen zwischen Russland und der Nato hatten sich nach dem Angriff Georgiens auf dessen abtrünnige Provinz Südossetien und die dort stationierten russischen Friedenstruppen zugespitzt. Russland hatte Truppen in die Region geschickt, um die georgische Armee zu verdrängen. Die Nato hatte Georgien unmissverständlich unterstützt.

Die Nato-Außenminister beschlossen am 19. August, die Sitzungen des Russland-Nato-Rates bis auf weiteres auszusetzen. Daraufhin legte Russland vorige Woche die militärische Zusammenarbeit mit der Nato auf Eis.

Angesichts der Konfrontation rief Moskau seinen Nato-Botschafter zu Konsultationen aus Brüssel ab.

 
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