| Bundeswehrsoldat in Afghanistan getötet |
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| Thursday, 28 August 2008 | |
Sprengfalle jagt Patrouillen-Fahrzeug in die Luft28.08.08 Kundus/Berlin - Die verschärfte Sicherheitslage in Afghanistan hat am Mittwoch einen Bundeswehrsoldaten das Leben gekostet. Beim schwersten Anschlag auf deutsche Soldaten in diesem Jahr wurde gestern ein Hauptfeldwebel der Fallschirmjäger durch eine Sprengfalle getötet. Drei weitere Soldaten des Fallschirmjäger-Bataillons 263 wurden verletzt. Bundeskanzlerin Angela Merkel reagierte "tief erschüttert", sprach den Hinterbliebenen das Beileid des Kabinetts aus und wünschte den Verletzten rasche Genesung. Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) betonte, der Bundeswehreinsatz in Afghanistan dürfe nach dem Angriff nicht infrage gestellt werden. Nach Darstellung des Verteidigungsministeriums kam der Soldat am frühen Morgen ums Leben, als sein Patrouillenfahrzeug südlich von Kundus in die Sprengfalle geriet. Die Patrouille war mit acht Fahrzeugen unterwegs. Kurz nachdem sie den Fluss Kundus durchquert habe, sei der erste Wagen - ein geschütztes Fahrzeug des Typs Wolf - in die Luft geflogen. Laut Jung gehören die vom Anschlag betroffenen Soldaten zu einer Verstärkungseinheit, die eigens wegen der verschärften Sicherheitslage nach Afghanistan geschickt worden sei. Am Abend bekannten sich laut "Spiegel Online" die Taliban zu dem Anschlag. Es handelt sich bereits um den neunten Anschlag auf deutsche Einrichtungen in Nordafghanistan allein im Monat August. Anfang des Monats waren drei Bundeswehrsoldaten bei einem Selbstmordattentat in der Nähe von Masar-i-Scharif verletzt worden. Vor einer Woche war eine weitere Patrouille angegriffen worden. Die Bundeswehr ist im Rahmen der Isaf-Mission für die Sicherheit in Nordafghanistan zuständig. Seit Beginn der Mission 2002 kamen 28 Bundeswehrsoldaten ums Leben. Bei schweren Kämpfen im Süden des Landes wurden unterdessen mehr als 30 mutmaßliche Talibankämpfer getötet, meldeten die afghanische Polizei und die US-Streitkräfte. Da sich auch hier die Sicherheitslage verschärft, sind die Pläne für eine baldige Übergabe der Hauptstadt Kabul von der Nato an einheimische Sicherheitskräfte zunächst verschoben worden. Überdies wurde ein Mitarbeiter einer japanischen Hilfsorganisation einen Tag nach seiner Entführung im Osten tot aufgefunden. Die Organisation Peschawar-Kai, die in der Region Krankenhäuser betreibt, bestätigte den Tod des 31-jährigen Landwirtschaftsexperten aus Japan. DW |
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