| Grüne und Linke fordern Ende des Afghanistan-Einsatzes |
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| Sonntag, 31 August 2008 | |
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30.08.2008 - Nach dem Tod dreier Zivilisten an einem von deutschen Soldaten besetzten Kontrollpunkt in Afghanistan fordern Oppositionspolitiker Konsequenzen. Die Beteiligung von Bundeswehrsoldaten an der offensiven Kriegsführung müsse gestoppt werden, sagte der stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Christian Ströbele der "Berliner Zeitung". Der Grünen-Verteidigungsexperte Winfried Nachtwei befürchtet, dass die Bundeswehr in Afghanistan in eine Spirale gerät, in der Afghanen nur noch als verdächtig angesehen würden und auf der anderen Seite die Afghanen Angst vor den deutschen Soldaten bekämen. Nun komme es darauf an, dass den Angehörigen der Opfer schnell geholfen werde. FDP für verstärkte PolitistenausbildungFDP-Generalsekretär Dirk Niebel forderte eine Verschiebung des Schwerpunkts des deutschen Engagements hin zu einer deutlich verstärkten Polizeiausbildung. Niebel sagte, die Afghanen müssten die öffentliche Sicherheit und Ordnung selbst wirkungsvoll gewährleisten können. So lange die Terrorgefahr fortbestehe, werde es sich vermutlich niemals verhindern lassen, dass auch unbeteiligte Personen gefährdet werden, wie es jetzt geschehen sei. Tödlicher Zwischenfall nahe KundusAn einem Kontrollpunkt in der Nähe von Kundus, der von deutschen ISAF-Kräften und afghanischen Polizisten besetzt war, starben am Donnerstagabend eine Frau und zwei Kinder. Sie sollen in ihrem Auto mit hoher Geschwindigkeit auf die Straßensperre zugefahren sein und trotz mehrerer Warnschüsse nicht angehalten haben. Am Freitagabend teilte die Bundeswehr im Internet mit, dass nach derzeitigen Informationen am Tatort Spuren gefunden wurden, die die Vermutung nahe legten, dass die Schüsse auf das Fahrzeug aus deutschen Waffen abgegeben worden sind. Ob auch von anderer Seite auf das Fahrzeug geschossen wurde, ist noch nicht abschließend geklärt. |
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