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Neue Anschläge in Afghanistan Drucken E-Mail
Monday, 08 September 2008

NATO-Soldaten getötet - US-Luftangriff wird untersucht

7. September 2008 - Bei Anschlägen Aufständischer sind in Afghanistan mindestens acht Menschen getötet worden, darunter zwei Soldaten der NATO-Schutztruppe. Ein US-Luftangriff bei dem eine Vielzahl von Frauen und Kindern getötet worden sein sollen, wird, wie heute bekannt wurde, erneut untersucht.

 

Allein sechs Menschen starben, als sich zwei Attentäter im Polizeihauptquartier der Provinzhauptstadt Kandahar in die Luft sprengten.

Wie die afghanischen Behörden mitteilten, wurden mehr als 20 Menschen verletzt. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich später zu der Tat.

Insgesamt 97 Kanadier bisher getötet

Bei einem weiteren Anschlag in der Provinz Kandahar kam ein kanadischer Soldat ums Leben; sieben weitere wurden verletzt. Die Zahl der in Afghanistan getöteten kanadischen Soldaten erhöhte sich damit auf 97.

Ein niederländischer Soldat starb bei einem Anschlag in der Nachbarprovinz Urusgan. Fünf seiner Kameraden seien verletzt worden, sagte der Oberbefehlshaber der niederländischen Streitkräfte, General Peter van Uhm, in Den Haag. Damit sind seit August 2006 17 niederländische Soldaten getötet worden.

Untersuchung von US-Luftangriff

Unterdessen haben die US-Streitkräfte eine erneute Untersuchung eines umstrittenen US-Luftangriffs in Afghanistan angekündigt, bei dem am 22. August nach afghanischen Angaben bis zu 90 Unbeteiligte getötet worden sein sollen.

Es seien neue Informationen aufgetaucht, die bei der ersten Untersuchung noch nicht vorgelegen hätten, erklärten die Streitkräfte. Die USA haben bislang den Angaben der afghanischen Regierung über die hohe Zahl unbeteiligter Opfer, darunter Frauen und Kinder, widersprochen.

Ermittlungsbericht spricht nur von getöteten Kämpfern

Die US-Streitkräfte hatten vorigen Dienstag einen ersten Ermittlungsbericht zu dem Angriff in Asisabad in der Provinz Herat vorgelegt. Darin war von 35 getöteten Kämpfern der Taliban und sieben unbeteiligten Zivilpersonen die Rede.

Nach der Militäraktion hatte der afghanische Präsident Hamid Karsai in ungewöhnlich scharfer Form eine Überprüfung der ausländischen Truppenpräsenz angeordnet.

(sda/halp)

 
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