| Frankreich verstärkt Isaf-Truppen in Afghanistan |
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| Tuesday, 23 September 2008 | |
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23.09.2008 - Als Reaktion auf den Tod von 10 französischen Soldaten durch einen Taliban-Hinterhalt in Afghanistan will Frankreich seine Isaf-Truppen um 100 Soldaten verstärken. Zusätzlich sollen die französischen Truppen besser ausgerüstet werden und für ihren Einsatz in Afghanistan zusätzliche Hubschrauber, Drohnen, Abhörtechnik und Granatwerfer bekommen.
Frankreichs Regierung hat eine Verstärkung ihrer Truppen in Afghanistan angekündigt. Als Konsequenz aus dem Tod von zehn französischen Soldaten in einem Taliban-Hinterhalt im August solle das französische Isaf-Kontingent besser ausgestattet werden, sagte Ministerpräsident Francois Fillon am Montag vor beiden Kammern des Parlaments. Die Truppen sollten zusätzliche Hubschrauber, Drohnen, Abhörtechnik und Granatwerfer bekommen und um 100 Soldaten aufgestockt werden. Verteidigungsminister Herve Morin warb vor der ersten Abstimmung des Parlaments über die Verlängerung des 2001 beschlossenen französischen Einsatzes am Hindukusch um Geschlossenheit. Das Land müsse vereint hinter seinen Soldaten stehen, forderte er im Radiosender RTL. Bei dem Konflikt in Afghanistan gehe es auch um die Sicherheit Frankreichs. Das Land ist mit derzeit rund 2600 Soldaten an der Nato-geführten Isaf beteiligt. Die Parlamentsdebatte war als Reaktion den Tod der zehn Soldaten bei Kabul angesetzt worden, den verlustreichsten Angriff auf französische Truppen seit 25 Jahren. Die Unterstützung der Öffentlichkeit für den Einsatz am Hindukusch ist seither eingebrochen; einer vorige Woche veröffentlichten Umfrage zufolge sind 62 Prozent gegen seine Fortsetzung. Die oppositionellen Sozialisten machten die Hoffnung der Regierung auf eine möglichst breite parlamentarische Unterstützung schon vor der Debatte zunichte und kündigten an, gegen die Verlängerung des Mandats zu stimmen. Sie forderten zwar keinen plötzlichen Abzug, aber eine eindeutiger definierte Rolle der Truppen, erklärte die Parteispitze. Die kanadische Zeitung „The Globe and Mail“ hatte am Wochenende aus einem Nato-Bericht über den Zwischenfall vom August zitiert, dass die französischen Soldaten nur unzureichende Munition und Fernmeldetechnik gehabt hätten. Dazu sagte Morin in dem Radiointerview, es handle sich um kein offizielles Nato-Dokument, sondern nur um ein „bruchstückhaftes“, in Eile entstandenes Papier. „Das ist absolut kein Nato-Bericht“, sagte er. Quelle: Reuters |
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