| Milliarden für Afghanistan-Krieg |
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| Monday, 13 October 2008 | |
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13.10.08 - Der Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan hat die Steuerzahler laut Spiegel seit Dezember 2001 fast drei Milliarden Euro gekostet. Das gehe aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Gesine Lötzsch hervor, berichtete das Magazin am Wochenende.
Bis Ende 2007 seien für »einsatzbedingte Zusatzausgaben« insgesamt rund 2,4 Milliarden Euro aufgewendet worden, weitere 388 Millionen seien im Haushalt 2008 eingeplant.Noch in diesem Jahr würden sich die Ausgaben erhöhen, hieß es weiter. Der Mittelansatz sei nur auf den Mandatszeitraum bis zum 13. Oktober bezogen. Am Donnerstag soll das Mandat durch den Bundestag jedoch um weitere 14 Monate verlängert werden. Die dafür veranschlagten Kosten liegen bei weiteren 688 Millionen Euro. Die Bilanz des Afghanistan-Kriegsbudgets weist zudem Lücken auf: Nicht eingerechnet sind etwa die Kosten für den geheimen Einsatz der Spezialtruppe KSK. Zudem sollen Soldaten künftig mehr Hilfe von Bundeswehr-Rechtsberatern bekommen, wenn nach tödlichen Schüssen im Einsatz gegen sie ermittelt wird. Doch auch so sind die militärischen Ausgaben der Bundesrepublik am Hindukusch bislang fast viermal so hoch wie die für zivile Entwicklungshilfe. Seit 2001 habe die Regierung dafür gut 830 Millionen Euro ausgegeben. Dagegen habe der Staat bis Ende 2007 allein für die Beschaffung und Erhaltung des Wehrmaterials für den Afghanistan-Einsatz rund 1,1 Milliarden Euro aufgewendet, rechnete der Spiegel vor. Bei Kämpfen am Hindukusch wurden am Wochenende mehr als 100 Menschen getötet. 62 Aufständische seien bei Gefechten mit afghanischen Soldaten ums Leben gekommen. Dabei hätten NATO-Truppen Luftangriffe geflogen, erklärte ein Sprecher des Gouverneurs der Provinz Helmand. Weitere 40 Kämpfer seien im Bezirk Nad Ali getötet worden, der bislang nicht unter Kontrolle der NATO-gestützten Regierung stand. (AFP/AP/jW) |
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