| Zwei deutsche Soldaten bei Anschlag in Afghanistan getötet |
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| Monday, 20 October 2008 | |
Zwei deutsche Soldaten bei Anschlag in Afghanistan getötetKabul (AFP) — Bei einem Selbstmordanschlag auf die Bundeswehr in Afghanistan sind zwei deutsche Soldaten und fünf afghanische Kinder getötet worden. Ein Selbstmordattentäter auf einem Fahrrad habe sich bei Kundus in die Luft gesprengt, sagte der Gouverneur der gleichnamigen Provinz, Mohammed Omar. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung bestätigte den Tod von zwei Bundeswehrsoldaten. Die NATO-Truppen in Kabul erklärten, bei dem Anschlag seien außerdem ein Soldat und ein Zivilist verletzt worden. Die Taliban bekannten sich zu der Tat.Der Anschlag habe sich gegen eine Patrouille gerichtet, die auf einer Hauptverkehrsstraße im Bezirk Schahar-Dara unterwegs gewesen sei, sagte Provinzgouverneur Omar. Nach dem Anschlag seien zwei Verdächtige festgenommen worden. Der Gouverneur machte "Terroristen" für die Tat verantwortlich. "Zwei Soldaten der (NATO-Truppe) ISAF und fünf Kinder wurden bei einem Selbstmordanschlag in der Provinz Kundus getötet", teilte die NATO in Afghanistan mit mit. Zur Nationalität der getöteten Soldaten wurden in der NATO-Erklärung keine Angaben gemacht, üblich ist, dies den Regierungen der beteiligten Staaten zu überlassen. Das Verteidigungsministerium in Berlin erklärte, eine Bundeswehrpatrouille bei Kundus sei angegriffen worden. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich durch ihren Sprecher Sabihullah Mudschahid zu der Tat. Zuletzt war Ende August ein deutscher Soldat bei einem Anschlag südlich von Kundus getötet worden. Im August 2007 waren drei deutsche Polizeibeamte bei einem Anschlag ums Leben gekommen. Der Grünen-Sicherheitsexperte Winfried Nachtwei erklärte in Berlin, er sei persönlich über den Anschlag erschüttert, weil er vor wenigen Wochen vor Ort erlebt habe, wie "gut dort deutsche Soldaten und Kinder miteinander" umgingen. Der afghanische Präsident Hamid Karsai erklärte in Kabul, die Afghanen dankten den deutschen Soldaten, die tausende Kilometer Patrouillen-Fahrten für eine verbesserte Sicherheit und den Wiederaufbau übernähmen. In der afghanischen Hauptstadt Kabul wurde eine britische Mitarbeiterin einer christlichen Hilfsorganisation getötet. Die Taliban bekannten sich auch zu diesem Anschlag. |
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