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Ausländerin auf offener Straße erschossen Drucken E-Mail
Monday, 20 October 2008
20.10.08 - Die Gewalt gegen Ausländer in Afghanistan nimmt zu. Im Zentrum Kabuls erschossen Taliban eine Südafrikanerin auf offener Straße.

Die Frau habe für die Hilfsorganisation SERVE (Serving Emergency Relief and Vocational Enterprises) gearbeitet, teilte ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums mit. Sie sei zu Fuß auf dem Weg ins Büro gewesen, als die Angreifer vom Motorrad aus das Feuer auf sie eröffnet hätten. Beide Täter seien anschließend geflohen. Das Opfer starb noch vor dem Eintreffen der Polizei.

„Sie wurde heute endlich bestraft“

Ihre Kämpfer hätten eine Ausländerin getötet, die das Christentum gepredigt habe, teilten die Taliban auf ihrer Homepage mit. „Sie wurde lange Zeit verfolgt und heute endlich bestraft.“ In der Vergangenheit haben die Taliban ähnliche Anschläge von Motorrädern aus in der südafghanischen Stadt Kandahar verübt. Schon im August waren in der Provinz Logar südlich von Kabul drei Mitarbeiterinnen einer Hilfsorganisation und ihr Fahrer erschossen worden.

Die Gewalt gegen Hilfsorganisationen in Afghanistan hat in den vergangenen Monaten zugenommen. So zählte die afghanische Hilfsorganisation Anso bis Ende September dieses Jahres 146 Übergriffe gegen Hilfsorganisationen und ihrer Mitarbeiter. Im gesamten vergangenen Jahr waren es nur 135. Erst im
August 2007 war eine deutsche Mitarbeiterin der Hilfsorganisation Ora international in Kabul entführt worden. Die schwangere Frau wurde am folgenden Tag von der Polizei befreit. 

Quelle: Focus.de

 
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