Menu Content/Inhalt
Home - Start arrow News arrow Aufständische sollen Zivilisten an Flucht gehindert haben
Aufständische sollen Zivilisten an Flucht gehindert haben Drucken E-Mail
Wednesday, 12 November 2008
06.11.08 - Nachdem Aufständische in Afghanistan Zivilisten an der Flucht vor einem Luftangriff internationaler Truppen gehindert haben sollen, spricht die Regierung Afghanistans von 40 toten Zivilisten. Die US-Armee hingegen geht von keinen zivilen Opfern aus. Laut US-Streitkräften soll es in Afghanistan zudem Kämpfe am Boden gegeben haben.

Bei einem Luftangriff der internationalen Truppen in Afghanistan haben Aufständische nach Angaben der US-Streitkräfte Zivilisten an der Flucht gehindert. Die US-Armee erklärte am Donnerstag, bei dem Angriff vom Montag in der südlichen Provinz Kandahar seien neun Aufständische getötet worden, für getötete Zivilisten gebe es indes keine Bestätigung. Nach Angaben des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai wurden dagegen rund 40 Zivilisten getötet, darunter auch Frauen und Kinder. Augenzeugen berichteten, der Angriff habe eine Hochzeitsgesellschaft im Bezirk Scha Wali Kot getroffen.

Die US-Streitkräfte erklärten, laut Augenzeugen hätten Aufständische mit Maschinengewehren, Raketen und Granaten von Dächern herab gefeuert; auch am Boden sei geschossen worden. Den Berichten zufolge hätten Zivilisten fliehen wollen, doch die Aufständischen hätten sie gezwungen, vor Ort zu bleiben, während sie selbst gegen afghanische Streitkräfte und die internationalen Truppen kämpften.

Unterdessen teilten die französischen Streitkräfte in Afghanistan mit, bei einem Raketenangriff in der Nähe eines NATO-Stützpunkts bei Kabul seien drei Zivilisten getötet worden. Mittwochfrüh sei das Geschoss in das Haus nahe dem Stützpunkt eingeschlagen und habe zwei Erwachsene und ein Kind getötet sowie drei weitere Menschen verletzt. 

Quelle: AFP

 
< zurück   weiter >