| Steinmeier fürchtet keine Forderungen Obamas zu Afghanistan |
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| Wednesday, 12 November 2008 | |
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Berlin 08.11.08 (AFP) — Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) ist Befürchtungen entgegengetreten, der künftige US-Präsident Barack Obama könnte ein stärkeres deutsches Militärengagement in Afghanistan fordern.
Obama habe ihm gesagt, dass er den deutschen Beitrag sehr schätze, sagte Steinmeier dem "Hamburger Abendblatt". Wichtiger sei noch, dass Obama sich dafür ausgesprochen habe, nicht nur Soldaten zu schicken, sondern vor allem auch mehr zu tun für den Wiederaufbau des Landes. "Wir sind hier sehr nah bei Obama", sagte der SPD-Kanzlerkandidat. "Wir werden in Afghanistan nur Erfolg haben, wenn wir nicht allein auf militärische Mittel setzen." SPD-Fraktionschef Peter Struck sagte allerdings der "Bild am Sonntag", er gehe davon aus, dass Obama von der NATO und den Europäern in Afghanistan mehr verlangen werde als bisher. Zugleich erteilte Struck solchen Forderungen eine Absage: "Es gibt Grenzen", sagte der ehemalige Verteidigungsminister der "BamS". Insbesondere wandte er sich gegen den Einsatz der Bundeswehr auch im umkämpften Südafghanistan: "Ich würde mich entschieden dagegen wehren. Daran ändert auch die Wahl Obamas nichts." Auch der frühere Bundesverteidigungsminister Volker Rühe (CDU) erwartet, dass Deutschland und die übrigen Europäer von einer Regierung Obama im Afghanistan-Konflikt "härter gefordert werden". Dabei werde es zwar weniger um Forderungen nach mehr Soldaten gehen, aber um einen Verzicht auf "Sonderregeln und Einsatzbeschränkungen", sagte er dem "Focus". |
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