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Bundesregierung gegen stärkeres Engagement in Afghanistan Drucken E-Mail
Wednesday, 12 November 2008
Berlin 06.06.08 (AFP) — Die Bundesregierung hat dem neu gewählten US-Präsidenten Barack Obama wenig Hoffnung auf ein verstärktes deutsches Engagement in Afghanistan gemacht. "Die Antwort auf die Frage, ob wir mehr machen könnten, lautet: Wir machen bereits mehr als früher - und das ohne gezielte Aufforderung aus den USA", sagte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gernot Erler (SPD), der "Berliner Zeitung".

Deutschland sei nicht nur der drittgrößte Truppensteller in Afghanistan, es habe auch seine finanziellen Zuwendungen für den zivilen Wiederaufbau im Lauf der Jahre von 80 Millionen Euro auf demnächst 170 Millionen Euro gesteigert.

Zurückhaltend äußerte sich Erler auch zu den erwarteten Wünschen Obamas nach stärkerer Beteiligung an der Stabilisierung des Iraks. Auch Obama kenne Deutschlands "rote Linien", sagte der Staatsminister. "Das heißt: keine deutschen Truppen in den Irak." Wirtschaftliche und zivile Aufbauhilfe, wie sie bereits geleistet würden, seien davon ausgenommen.

 
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