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Afghanistan: Hungersnot droht Drucken E-Mail
Mittwoch, 12 November 2008
10.11.2008 - Afghanistan droht in diesem Winter eine Hungerkatastrophe. Experten fordern deshalb eine Luftbrücke für das Land am Hindukusch. Bislang ohne Erfolg, internationale Hilfsleistungen laufen nur schleppend an.

Im kommenden Winter droht Afghanistan wahrscheinlich eine Hungersnot, die ihm gefährlicher werden könne als die aufständischen Taliban. Das ergibt sich aus einem Papier des Royal United Services Institute. Die britischen Experten fordern deshalb, dass per Flugzeug Tausende Tonnen von Nahrungsmittel in das Land am Hindukusch transportiert werden. Auch Hilfsorganisationen wie Oxfam oder das Internationale Komitee des Roten Kreuzes warnen vor einer Hungerkatastrophe.

Die Warnungen sind durchaus berechtigt, wie "Der Spiegel" auf seiner Internetseite berichtet. Die weltweit steigenden Lebensmittelpreise machen auch Afghanistan zu schaffen. Der Preis für einen Sack Mehl hat sich innerhalb der letzten beiden Jahre verdoppelt. Zudem kämpft das Land mit einer Dürreperiode. Selbst in den ansonsten fruchtbaren Gebieten waren im Sommer die Weizen- und Reisernte wegen Wassermangel praktisch ausgefallen.

Während sich Afghanistan früher selbst versorgte, ist das Land heute auf internationale Hilfe angewiesen. Diese läuft jedoch nur schleppend an. Wie das UNO-Büro zur Koordination humanitärer Angelegenheiten meldet, war Ende Oktober erst ein Zehntel der 404 Millionen Dollar eingegangen, die die afghanische Regierung bereits im Juli bei den Geberländern einmahnte.

Quelle: diepresse.com

 

 
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