Menu Content/Inhalt
Home - Start arrow Home - Start arrow Bundeswehrverband hält Einsätze im Süden für möglich
Bundeswehrverband hält Einsätze im Süden für möglich Drucken E-Mail
Montag, 17 November 2008
14.11.08 - Bernhard Gertz, der Vorsitzende des Bundeswehrverbands, kann sich unter bestimmten Bedingungen auch Einsätze der Bundeswehr im Süden und Osten Afghanistans vorstellen.

Gertz sagte am Freitag der ARD, er rechne damit, dass der neu gewählte US-Präsident Barack Obama die bisherige Strategie der USA verändern und den Druck auf die Europäer und auch auf Deutschland erhöhen werde, mehr Truppen zu entsenden und sie in ganz Afghanistan einzusetzen.
Sollten die USA künftig weitestgehend auf Luftangriffe verzichten und stattdessen ihre Bodentruppen erheblich verstärken sowie den Schwerpunkt auf zivilen Wiederaufbau setzen, „wird Deutschland mittelfristig um eine Erweiterung des Mandats und des Mandatsgebiets nicht herumkommen“, sagte Gertz. Das bedeute möglicherweise auch einen Einsatz der Bundeswehr im Süden und Osten Afghanistans, „natürlich nur nach entsprechender Entscheidung des Bundestags“.
Der Verbandsvorsitzende ging aber davon aus, dass die Bundesregierung ihre Afghanistan-Strategie bis zur Bundestagswahl 2009 nicht ändern werde. Bislang hatte Gertz es stets als „unverantwortlich“ bezeichnet, deutsche Soldaten in den heftig umkämpften Süden des Landes zu entsenden. Doch nach den Aussagen Obamas zu Afghanistan und den Äußerungen des NATO-Oberbefehlshabers in Afghanistan, David McKiernan, sei nun eine neue Situation da.

Der US-General McKiernan hatte in Aussicht gestellt, auf Luftangriffe weitgehend zu verzichten, wenn mehr Bodentruppen im Land seien. Die Bombenangriffe vor allem der US-Luftwaffe sind heftig umstritten, weil sie mit vielen zivilen Opfern verbunden sind.

Quelle: AFP

 
< zurück   weiter >