| Weniger Opium aus Afghanistan |
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| Friday, 28 November 2008 | |
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28.11.08 Wien - Weniger Opium aus Afghanistan, trotzdem stabile bis teilweise sogar geringere Preise am Opiummarkt: Diese paradoxe Situation ergibt sich aus dem am Donnerstag in London präsentierten Afghanistan-Opium-Report des in Wien stationierten UNO-Büros für Drogen und Verbrechensbekämpfung (UNODC).
Demnach sind 2008 in dem nach wie vor im Kriegszustand befindlichen Land rund 7700 Tonnen Opium hergestellt worden. Das bedeute einen Rückgang um sechs Prozent. Im Südwesten Afghanistans werden 98 Prozent des Mohns für die Opiumproduktion kultiviert. Das Areal, auf dem 2008 in dem Land am Hindukusch Mohn zu diesem Zweck angebaut wurde, dürfte nun aber um 19 Prozent auf 157.00 Hektar geschrumpft sein. Bei sinkender Produktionsmenge müsste eigentlich der Preis für Opium – und letztlich auch der für Heroin – steigen. Der Bericht zeigt nun aber, dass die Preise um 20 Prozent gefallen sind. Offenbar hat sich die Preisentwicklung auf dem Opium- und Heroinmarkt von der reinen Herstellung abgekoppelt. Laut UNODC-Chef Antonio Mario Costa überstieg die Opiumproduktion in Afghanistan über mehrere Jahre den Weltbedarf. Die Preise hätten also massiv fallen müssen. Doch das war nicht der Fall. "Die mangelnde Preisreaktion kann nur auf ein Horten von Opium hinweisen. Es sieht ganz nach den Taliban aus", sagte Costa. Heroin nach China? Mit den aber noch immer hohen Umsätzen sei es aber jedenfalls kein Wunder, dass sich die Kampfkraft der Rebellen so widerstandsfähig zeigt – "und das bei all den heftigen Angriffen der afghanischen Armee und der Alliierten", meint Costa. Der Chef der EU-Drogenbeobachtungsstelle, Wolfgang Götz, sagte vor wenigen Wochen: "Wir wissen nicht, wo das Heroin hingeht." Er vermutet, dass das Opium aus Afghanistan zunehmend nach China gelangt. |
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