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Nato will mit Medwedew reden Drucken E-Mail
Friday, 05 December 2008

04.12.08 Brüssel -Die 26 Nato-Staaten wollen mit Russlands Präsidenten Dmitri Medwedew über dessen Vorschläge für eine neue "euro-atlantische Sicherheitsarchitektur" reden. Das erklärten die Nato-Außenminister gestern in Brüssel. Zugleich machte das Bündnis Bedenken gegen die Medwedew-Vorschläge geltend. "Wir wüssten gerne mehr", sagte Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer.

Der Medwedew-Vorschlag sieht unter anderem die Bekräftigung der Souveränität und ein Verbot der Gewaltanwendung vor. Auch soll verboten werden, dass Bündnisse "die eigene Sicherheit zulasten der Sicherheit von anderen stärken". Kein Staat und keine internationale Organisation dürfe ein "exklusives Recht auf die Bewahrung von Sicherheit und Stabilität in Europa" in Anspruch nehmen. Zudem sollten Grundsätze der Rüstungskontrolle und der Begrenzung der Rüstungsproduktion vereinbart werden.

Laut de Hoop Scheffer muss die Nato auch mehr Soldaten in den Kampf gegen die radikalislamischen Taliban in Afghanistan schicken. Der militärische Oberkommandeur des Bündnisses, US-General Bantz Craddock, fordert eine Aufstockung der bisher 51 000 Soldaten der Nato-geführten Afghanistantruppe Isaf um rund 20 000 Mann.

Am kommenden Montag wird die Europäische Union (EU) mit der Piratenbekämpfung vor der Küste Somalias beginnen. Sechs Kriegsschiffe, darunter eine deutsche Fregatte, und drei Flugzeuge aus den EU-Staaten lösen im Rahmen der "Operation Atalanta" eine Flotte der Nato ab, die bisher zum Schutz von Handelsschiffen gegen die zunehmenden Piratenangriffe vor Ostafrika im Einsatz ist.

Quelle:HA
 
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