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Obama will Truppen in Afghanistan fast verdoppeln Drucken E-Mail
Sunday, 18 January 2009
13.01.09 gxs/AFP - Zusätzlich zu den 32 000 am Hindukusch stationierten Soldaten will Obama 30 000 weitere nach Afghanistan schicken. Bisher verhinderte die Präsenz der USA im Irak die Aufstockung der Truppen in Afghanistan. Nach dem vereinbarten Truppenabzug aus dem Irak steht der Aufstockung jedoch nichts mehr im Weg. Insgesamt 120 000 Soldaten wären dann in Afghanistan stationiert.

Der künftige US-Präsident Barack Obama will die derzeitige US-Truppenstärke in Afghanistan fast verdoppeln. Wie die „Washington Post“ in ihrer Dienstagsausgabe unter Berufung auf Mitglieder von Obamas Beraterstab berichtet, ist die Entsendung von 30.000 US-Soldaten vorgesehen – zusätzlich zu den 32.000, die bereits am Hindukusch stationiert sind. Die Truppenaufstockung in Afghanistan soll demnach anders als im Irak dazu dienen, Zeit für eine umfassende neue Afghanistan-Strategie zu gewinnen.

Laut „Washington Post“ dürften die Umrisse der neuen Afghanistan-Strategie nicht vor dem NATO-Gipfel Anfang April in Straßburg deutlich werden, bei dem Afghanistan und Pakistan ganz oben auf der Tagesordnung stehen sollen. Obama werde die Vorstellung der neuen Linie in Afghanistan mit der Aufforderung an die Europäer verknüpfen, ihren militärischen und finanziellen Beitrag im Kampf gegen die Taliban zu erhöhen. Derzeit befinden sich zwischen 60.000 und 70.000 ausländischen Soldaten in Afghanistan, von denen drei Viertel unter NATO-Kommando stehen. Deutschland ist mit derzeit etwa 3600 Soldaten nach Großbritannien der drittgrößte Truppensteller.

US-Generalstabschef Michael Mullen hatte bereits im Dezember angekündigt, das Kontingent der US-Soldaten in Afghanistan solle bis zum Sommer 2009 um bis zu 30.000 Soldaten aufgestockt werden. Bislang verhinderte die starke US-Militärpräsenz im Irak, dass mehr Soldaten nach Afghanistan geschickt werden konnten. Der von Washington und Bagdad vereinbarte US-Truppenabzug sorgt nun aber für größeren Spielraum. 

 

 
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