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US-Operation brüskiert Bundeswehr Drucken E-Mail
Monday, 23 March 2009
22.03.09 - Eine blutige US-Operation im Norden Afghanistans hat nach stern.de-Informationen die Führung der Bundeswehr brüskiert: Ohne jede Abstimmung drangen Amerikaner in das Haus eines Bezirksbürgermeisters ein und töteten fünf Menschen - darunter zwei Hausangestellte und den Koch.

US-Truppen haben nach stern.de-Informationen die Führung der Bundeswehr in Nordafghanistan schwer brüskiert. Ohne es anzukündigen oder abzustimmen, drang ein US-Kommando in das Haus des Bürgermeisters des Bezirks Emamsahib, Sufi Manan, ein. Dort töteten sie zwei Leibwächter, zwei Hausangestellte und den Koch. Zwei Angehörige Manans seien gefangen genommen worden, teilte die afghanische Polizei mit.

Unter den deutschen Truppen, die den Norden Afghanistans kontrollieren, hat der Vorfall für erhebliche Verstimmung gesorgt. Die Motive der Amerikaner seien unklar, da Manan nicht zu den Anhängern der Taliban gehöre. Die Tötungen würden außerdem die militärische Lage im Norden destabilisieren, da nun mit Racheakten zu rechnen sei, hieß es.

Nach US-Angaben hat es sich bei den getöteten Afghanen um "Aufständische" gehandelt. Weiter hieß es, es sei eine Anti-Terror-Operation gewesen, die mit der afghanischen Armee und der Polizei koordiniert gewesen sei. Soldaten hätten ein Grundstück gestürmt und seien aus Gebäuden auf dem Gelände beschossen worden. Mehrere Schnellfeuergewehre seien sichergestellt worden.

Quelle: Stern.de

 
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