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Afghanistan Sicherheit - Aus für Söldnertruppen Drucken E-Mail
Thursday, 22 November 2007

Afghanistan will alle privaten Sicherheitsfirmen schließen

Kabul (AFP) - Die afghanischen Behörden wollen alle privaten Sicherheitsfirmen aus ihrem Land verbannen. Das teilte ein Sprecher von Präsident Hamid Karsai mit. Nach Angaben der Kabuler Polizei wurden bei Razzien in den vergangenen Wochen bereits neun Unternehmen geschlossen, die ohne Lizenz tätig waren. Laut der Verfassung habe ausschließlich die Regierung das Recht, Waffen zu besitzen und zu benutzen, sagte der Präsidentensprecher. Das Kabinett hatte zuvor festgestellt, dass Dutzende privater Sicherheitsfirmen illegal und eine Quelle der Kriminalität seien.

Vorübergehend sollen den Angaben zufolge "einer kleinen Zahl" von Unternehmen, die den Bestimmungen des Innenministeriums nachkommen, zeitlich befristete Lizenzen ausgestellt werden. Diese Firmen dürften dann vor allem für internationale Organisationen und die Vereinten Nationen arbeiten. In Afghanistan sind zahlreiche private Sicherheitsdienstleister tätig, darunter die US-Firma Blackwater, die seit einem Skandal im Irak in der Kritik steht, bei dem ihre Mitarbeiter grundlos Zivilisten getötet haben sollen. Mehreren kleinen afghanischen Firmen werden Verbindungen zu ehemaligen Warlords nachgesagt. Zudem gibt es immer wieder Beschwerden, dass private Wachleute in Straftaten verwickelt seien.

 

Quelle: AFP 

 
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