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Kinospot für Flüchtlingskinder |
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Monday, 26 November 2007 |
Premiere unseres "Kinospot für Flüchtlingskinder" in den Hamburger Kinos am 29.11.2007Mit der Kampagne "Kinder verschwinden!" haben wir in der Vergangenheit auf die prekäre Lebenssituation der Kinder aus Flüchtlingsfamilien in Hamburg hingewiesen. Dass nun verschiedene Bleiberechtsregelungen für langjährig geduldete Familien auf Bundes- und Länderebene geschaffen wurden, ist ein erfreulicher Fortschritt und zeigt, dass die stete Öffentlichkeitsarbeit von Kirchen und Initiativen nicht wirkungslos bleibt.
Leider bedeuten diese Regelungen aber nicht das Ende der in der Kampagne angeprangerten Missstände wie die jahre- und jahrzehntelange Unsicherheit und Perspektivlosigkeit der Kinder und Jugendlichen. Vielen Familien wird es nicht gelingen, den Katalog der Voraussetzungen für ein Bleiberecht vollständig zu erfüllen. Schon die geforderten Höhe des Einkommens zur Deckung des Lebensunterhaltes ist für Familien mit mehreren Kindern oft nicht erreichbar. So soll eine Familie mit zwei Kindern unter 15 Jahren ein Nettoeinkommen von mindestens 1.826 € nachweisen.
Die größte Schwäche der Regelungen besteht darin, dass es sich wieder einmal um Stichtagsregelungen handelt. Das Problem der sog. Dauerduldung wird also nicht behoben, sondern erneut produziert. Familien die nur einen Tag nach dem 01.07.2001 nach Deutschland eingereist sind, erhalten weiterhin keine Perspektive, selbst wenn sich abzeichnet, dass sie viele Jahre bleiben werden. In den Medien wird diese Tatsache kaum benannt.
Um unserer Öffentlichkeitsarbeit zu diesem Thema neuen Schwung zu geben, hat die Wiener Werbeagentur maupi uns Zeit, Know-how und Kreativität im Rahmen eines Charity-Projektes zur Verfügung gestellt und unter Mitwirkung zweier Flüchtlingsfamilien und ehrenamtlicher HelferInnen einen Kinospot geschaffen. Der ab dem 29.11.2007 in mehreren Hamburger Kinos mit Förderung der Filmwirtschaft e.V. ausgestrahlt wird.
Wir haben diesen Zeitpunkt nicht zufällig gewählt: Die erste sog. Bleiberechtsregelung der Innenminister ist am 30. September abgelaufen und die ersten Ergebnisse liegen nun vor. Bundesweit wurden gerade mal 24 % der angekündigten 60.000 Aufenthaltserlaubnisse erteilt. In Hamburg wurden bisher 672 Aufenthaltserlaubnisse erteilt, 697 abgelehnt und 1.244 noch nicht entschieden. Gleichzeitig beginnt eine erneute Unsicherheit für die afghanischen Familien mit Kindern in Hamburg, weil der von der Innenbehörde zugesagte Abschiebungsstopp im Frühjahr ausläuft.
Der Spot auch ist zu sehen unter www.fluchtpunkt-hamburg.de. Weitere Angaben und Bilder (making of) finden Sie unter *www.maupi.com* Quelle: Flüchtlingsrat Hamburg
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