| Veranstaltung: Minderjährige Flüchtlinge an den Grenzen der EU |
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| Monday, 26 November 2007 | |
Die Beispiele Griechenland und Spanien/MarokkoWann: Donnerstag, 29.11.07, 19:30 Uhr Wo sind diese Jugendlichen geblieben? Abgesehen von der Praxis des „Ältermachens“ und Wegverteilens der jungen Flüchtlinge in andere Bundesländer durch die Hamburger Ausländerbehörde, müssen wir diese Jugendlichen heute an den Grenzen der EU suchen. Karl Kopp von Pro Asyl hat im Sommer 2007 zusammen mit vor Ort arbeitenden AnwältInnen und Asylinitiativen Haftanstalten auf griechischen Inseln besucht und mit den dort eingesperrten Flüchtlingen, darunter vielen Minderjährigen, vor allem aus Afghanistan, Gespräche geführt. Dabei kamen erschütternde Fakten über die Praktiken der griechischen Küstenwache – von der Zerstörung von Schlauchbooten bis zum Aussetzen auf unbewohnten Inseln – und die gravierende Missachtung von Menschen- und Kinderrechtskonventionen ans Licht. Pro Asyl hat deshalb die EU-Kommission aufgefordert, ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Griechenland einzuleiten und verlangt von der Bundesregierung, bis auf weiteres keine Flüchtlinge nach Griechenland zu überstellen. Giota Masouridou wird über ihre Versuche als Rechtsanwältin berichten, jungen Flüchtlingen in Griechenland zu einem geschützten Aufenthalt zu verhelfen.Conni Gunßer war Anfang Oktober auf einer internationalen Konferenz in Marokko, wo unter anderem über geplante Abschiebungen marokkanischer MUF aus Spanien in vier mit EU-Geldern zu errichtende Zentren in Marokko, über einen Report von Human Rights Watch zur Situation west- und nordafrikanischer MUF auf den Kanarischen Inseln und über MUF in der spanischen Enklave Melilla berichtet und über möglichen transnationalen Protest und Widerstand gegen solche Praktiken diskutiert wurde. AktivistInnen und Medien berichten von einem immer größer werdenden Anteil an Minderjährigen unter den TransitmigrantInnen, z.B. in Marokko, und den Bootsflüchtlingen auf dem Mittelmeer und dem Atlantik – und demzufolge auch unter den Tausenden von Toten auf den immer gefährlicher werdenden Routen Richtung Europa. Was geht uns in Hamburg das an? Wie können wir Verbindungen herstellen zwischen der Situation hier und dort? Was sollen wir fordern? Und vor allem: Was können wir tun zur Veränderung dieser menschen- und kinderrechtswidrigen Situation an den EU-Grenzen? Quelle: Flüchtlingsrat Hamburg |
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