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2007 blutigstes Jahr seit Sturz der Taliban in Afghanistan Drucken E-Mail
Monday, 03 December 2007
Kabul (AFP) — Das afghanische Verteidigungsministerium hat 2007 als das "blutigste Jahr" für das Land seit dem Sturz der Taliban vor sechs Jahren bezeichnet. Die Taliban nutzten "alle ihre Ressourcen", um die internationalen Verbündeten Afghanistans aus dem Land zu vertreiben, sagte der Sprecher des Ministeriums, General Mohammed Sahir Asimi. "Aber die Entscheidung der Niederlande beweist, dass ihre Vorstellungen falsch sind", sagte Asimi. Die Niederlande hatten vergangene Woche das Mandat für ihre rund 1600 Soldaten in Afghanistan um zwei Jahre bis Ende 2010 verlängert.

Die Taliban versuchten laut Asimi mit ihren Angriffen auch, die Tötung von einigen wichtigen Rebellenführern zu rächen, die in diesem Jahr bei Militäreinsätzen ums Leben kamen. 2007 fielen der Gewalt in Afghanistan rund 6000 Menschen zum Opfer. Die Mehrzahl der Getöteten waren Taliban. Aber auch rund 1000 afghanische Sicherheitskräfte und 200 ausländische Soldaten starben.

Die afghanische Polizei berichtete unterdessen von einem Anschlag in der südlichen Provinz Kandahar. Bei der Explosion einer Autobombe habe es aber außer dem Attentäter keine Toten gegeben. In dem Bezirk Scha Wali Kot waren nach Polizeiangaben zuvor bei zweitägigen Kämpfen 35 Taliban getötet worden. Weitere Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Rebellen habe es am späten Samstagabend im Bezirk Schari gegeben, wo fünf Taliban getötet worden seien.

 
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