| McCain verlangt mehr deutsche Soldaten in Afghanistan |
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| Saturday, 09 February 2008 | |
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Berlin (Reuters) Samstag, 9. Februar 2008 - Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber John McCain hat sich für einen stärkeren Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ausgesprochen.
Berlin (Reuters) - Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber John McCain hat sich für einen stärkeren Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ausgesprochen. "Wir brauchen mehr Deutsche in Afghanistan", sagte McCain dem Magazin "Spiegel" laut Vorabbericht vom Samstag. In dem Land stehe die Stabilität einer ganzen Region auf dem Spiel. McCain dürfte nach den US-Vorwahlen der Kandidat der Republikaner für die Präsidentenwahl im November sein. Innerhalb der Nato gibt es einen Streit über die Kampfeinsätze in Afghanistan. Vor allem Deutschland ist mit seinem Einsatz im vergleichsweise ruhigen Norden Afghanistans unter Druck geraten. Die USA und andere Staaten wie Kanada, die ihre Truppen im gefährlicheren Süden des Landes im Einsatz haben, fordern von den übrigen Ländern eine Ausweitung ihre Einsätze. Die Bundesregierung hat dies wiederholt abgelehnt. Nach einem "Spiegel"-Bericht plant sie aber eine massive Ausweitung des Bundeswehr-Einsatzes. In dem Streit rief Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier die USA zu Fairness auf. "Dass es Debatten über einzelne Beiträge gibt, überrascht mich nicht. Aber sie müssen fair geführt werden", sagte der SPD-Politiker dem Magazin "Focus" nach einem Vorabbericht. "Wir lösen unsere Versprechen gegenüber Afghanistan ein und leisten - im Vergleich zu anderen - sehr viel, zivil wie militärisch. Wir haben unser Engagement stetig verstärkt, auch wenn wir dafür in Deutschland viel Skepsis und Kritik ernten." Steinmeier regte an, die Entscheidung über die Afghanistan-Mandate aus dem Bundestagswahlkampf im kommenden Jahr heraus zu halten. "Ich glaube, die Fraktionen im Parlament wären gut beraten, früh genug ein Verfahren zu finden, das die Verlängerung der Mandate nicht in die heiße Wahlkampfphase fallen lässt", sagte Steinmeier. Ähnlich äußerte sich Unions-Fraktionschef Volker Kauder in der "Welt am Sonntag". Er rief laut Vorabbericht dazu auf, im Herbst das nächste Mandat für die deutsche Beteiligung an der Isaf-Truppe für länger als ein Jahr zu verabschieden. "Das Mandat, das wir im Herbst dieses Jahres beschließen, sollte also mindestens bis ins Frühjahr 2010 reichen." Üblicherweise verlängert der Bundestag das Mandat für den Bundeswehr-Einsatz um jeweils ein Jahr. Damit fiele die übernächste Verlängerung in die Zeit der Bundestagswahl 2009.
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