| Welthungerhilfe kritisiert Bundesregierung |
| Montag, 17 August 2009 | |
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16.08.09 - Die Deutsche Welthungerhilfe hat die Afghanistan-Politik der Bundesregierung scharf kritisiert. Der Generalsekretär der Deutschen Welthungerhilfe, Wolfgang Jamann, erklärte, dass die Entwicklungshilfe „als Instrument für politische und militärische Interessen missbraucht“ werde.
Die Deutsche Welthungerhilfe hat schwere Vorwürfe gegen die Afghanistan-Politik der Bundesregierung erhoben. Die sogenannte „zivil-militärische Zusammenarbeit“ sei ein Sündenfall, schrieb Generalsekretär Wolfgang Jamann in einem Gastbeitrag für die Zeitung „Bild am Sonntag“. Die Aufbauprojekte der Bundeswehr seien vom Umfang her zu vernachlässigen, aber die Vermischung von Militär und Wiederaufbau habe erheblichen Schaden angerichtet. Das Bundesentwicklungsministerium wies die Vorwürfe umgehend zurück. Die Deutsche Welthungerhilfe arbeitet nach eigenen Angaben seit Anfang der 80er Jahre ohne Unterbrechung in dem Land am Hindukusch. „Aber nie war die Sicherheitslage für Entwicklungshelfer so explosiv wie jetzt“, erklärte Jamann. Als Konsequenz verlangte er eine strikte Trennung von Militäraktionen und Entwicklungshilfe: „Wir fordern, die Aufgaben klar zu trennen: Entwicklungshelfer helfen, die Bundeswehr kümmert sich um die Sicherheit, damit die Afghanen in Frieden leben können." Quelle: gxs/Reuters
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