| Erneut vier deutsche Soldaten in Afghanistan bei Anschlag verletzt |
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| Mittwoch, 19 November 2008 | |
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18.11.08 Berlin - Auf Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan ist gestern erneut ein Anschlag verübt worden. Bei dem Vorfall am Rande der nordafghanischen Stadt Faisabad seien am Nachmittag (Ortszeit) vier Soldaten leicht verletzt worden, teilte die Bundeswehr auf ihrer Internetseite mit.
Sie seien zur medizinischen Versorgung in das Quartier des Wiederaufbauteams in Faisabad gebracht worden. Den Angaben zufolge war die Bundeswehrpatrouille in eine Sprengfalle geraten. Auch afghanische Zivilisten wurden bei dem Anschlag verwundet. Zuletzt waren am Sonntag im Norden Afghanistans zwei deutsche Soldaten bei einem Sprengstoffanschlag auf eine Patrouille der Bundeswehr verletzt worden, einer von beiden schwer. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. Die beiden verletzten Soldaten stammen aus einer Fernmeldeeinheit im nordhessischen Frankenberg. Der Schwerverletzte sollte am späten Montagabend mit einer Maschine der Bundeswehr nach Deutschland zurückgebracht werden, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam. Die Ankunft wurde gegen 23.00 Uhr auf dem militärischen Flughafen Köln/Wahn erwartet. Der Mann sei nicht in Lebensgefahr, hieß es. Er soll im Bundeswehrkrankenhaus Koblenz behandelt werden. Der Attentäter hatte den Sprengsatz am Sonntagvormittag in der Nähe der nordafghanischen Stadt Baghlan neben einem Militärkonvoi mit mehreren gepanzerten Fahrzeugen gezündet. Dabei kam nach afghanischen Angaben ein Zivilist ums Leben. Der zweite Bundeswehrsoldat wurde nur leicht verletzt. Er bleibt den Bundeswehrangaben zufolge in Afghanistan im Einsatz. Unter der Zivilbevölkerung gab es mindestens zwölf Verletzte. Erst Mitte Oktober waren bei einem Selbstmordanschlag der Taliban in der Nähe der Stadt Kundus zwei Bundeswehrsoldaten und fünf Kinder getötet worden. In Afghanistan sind seit dem Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen 2001 nach offiziellen Angaben mehr als 1000 Soldaten der internationalen Truppen getötet worden. Bei den Einsätzen der internationalen Afghanistan-Schutztruppe Isaf kamen bislang 30 deutsche Soldaten ums Leben. Quelle: DW |
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